Montag, 10. Oktober 2016

Schlangenhaut


Schlangenhaut

Draußen am Waldrand, auf den Heidekrautpölstern zwischen den Felsblöcken, schlüpfte einst eine kleine Schlange. Sie war so zart und ihr Schuppenkleid so dünn, dass man ihre zierlichen Wirbel darunter erkennen konnte. Ihre wachen Äuglein blickten klar und neugierig umher und ihr Zünglein leckte wissbegierig in die Luft. Sie konnte es kaum erwarten zu wachsen und befolgte gewissenhaft jeden Rat der großen Schlangen.
Eifrig lernte sie von den Anderen wie man als Schlange zu leben hatte, was man tun muss und wie sich eine Schlange richtig verhält. So wuchs sie heran und jedes Mal, wenn sie etwas größer wurde, juckte und spannte ihre Haut, bis es schließlich unerträglich wurde und sie ihre Haut ganz nach Schlangenart abstreifte. Zwar

S` Käfale

 
S´Käfale

A Käfale, lei klan und grean
hat heit am Montag nix zan tean
so huckts am Astl obn zan schaun
wo was zan kiefln war und kaun
da siegt`s auf an sunnign Stanabrockn
a fesches Käfaweible hockn
hiatz oba gschleini Buckl putzn
und die Gunst der Stunde nutzn
Is ume gflogn, hat a liab gschaut
lei was zan sogn, hat`s sich nit getraut
Es Käfaweible gar nit zwieda
hockt sich beim Käfamandle nieda
stupst eam mit ihre Fühla – so
Da fragt er kess: Bist du von do?
„I von do – de Wiesn ghert mein,
kumm trink ma wos, i lad di ein.“
Do sein`d se in der nächstn Blütnbar versunken
und haben den Nektar ausgetrunken
Habn ganz valiabt sich in die Augn gschaut
und imma näher zu anander traut
Was dann – wollst wissn – haben se gmacht,
habs nit dasegn – dann wars Nacht.